Dienstag 27. Juni 2017

Inhalt:

Erwin Steinhauer

Schauspieler

Wer an Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität glaubt, muss diese Initiative aus ganzem Herzen unterstützen.

Rainer Wimmer

Bundesvorsitzender der Gewerkschaft PRO-GE

Menschen mit Perspektiven richten den Blick nach vorn und gestalten Zukunft. Deshalb unterstützt die Produktionsgewerkschaft PRO-GE die Kampagne "machen wir uns STARK". Wir brauchen heute mehr denn je Menschen die gestalten, Menschen mit Perspektiven. Es ist uns wichtig den Zugang zu Ausbildungsplätzen, den Zugang zu Arbeitsplätzen so offen wie möglich zu gestalten, nicht zuletzt um gefährlichen Vorurteilen vorzubeugen. Speziell im Ausbildungsbereich halte ich es für ein ganz falsches Signal, Menschen Zukunftschancen zu verbauen. "Wir machen uns stark" für die Menschen, für den freien Zugang zum Arbeitsmarkt für alle die hier leben und für Zukunftsperspektiven durch Ausbildung!

Georg Kapsch

Unternehmer, Präsident der Industriellenvereinigung Wien

Ein adäquater Arbeitsmarktzugang für Asylwerber ist – unter Berücksichtigung des Ersatzkraftverfahrens – ein wichtiges Anliegen. Vor allem geht es um jugendliche Asylwerber: Wertvolle wirtschaftliche Kompetenzen dürfen nicht durch langes unproduktives Warten verloren gehen. Der Zugang zur Beschäftigung und Ausbildung ist ein wesentliches Element der Integration. Viele Lehrstellen und Facharbeiterpositionen sind frei; wenn wir den jugendlichen Asylwerbern die Möglichkeit bieten, ihre Ausbildung rasch in Österreich abzuschließen, führt dies zu einem gesamtwirtschaftliche Nutzen für alle. Für den Fall deren Verbleibens in Österreich gewinnen wir gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sollten sie in ein anderes oder in ihr Ursprungsland zurückkehren sind sie Menschen, die Österreichs „Botschafter“ in der Welt werden können.

Fotocredit: Nurith Wagner-Strauss

Dwora Stein

GPA-djp, Bundesgeschäftsführerin

Das Recht auf Arbeit ist ein Menschenrecht und eine Selbstverständlichkeit in einem demokratischen Staat. Dass Asylsuchende in Österreich nicht arbeiten und auch keine Lehre machen dürfen, ist eine absurde Vergeudung der Potenziale dieser Menschen, zudem mit ihrer Menschenwürde nicht vereinbar und belastet auch noch die Staatskasse und die SteuerzahlerInnen.

Copyright: Manfred Werner / Tsui

Franz Klammer

Skilegende

Ich halte es für wichtig, den Asylwerbern eine Chance zu geben sich in unserem Land integrieren zu können. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist der Zugang zu Lehre bzw. Arbeit.

Willi Mernyi

ÖGB, Leiter des Referats Organisation, Koordination, Service

Man kann doch nicht Menschen gesetzlich von der Arbeit fernhalten und sie dann als "arbeitsscheue Nichtsnutze" beschimpfen. Arbeit ist eines der Menschenrechte und die sind ja bekanntlich unteilbar!

Copyright: Sarah Haas

Clara Luzia

Musikerin

Menschen verbieten, zu lernen und zu arbeiten, bedeutet, sie abhängig zu halten, bedeutet in letzter Konsequenz Identitätsraub. Wie scheinheilig können wir sein, zum einen laut nach "Integration" zu schreien, um dann genau diese durch eine der wirkungsvollsten Entfremdungsmaßnahmen - dem Versagen einer sozialen Teilhabe - zu verhindern?

maschek

Kabarett-Gruppe

Für maschek hört sich hier der Spaß auf: Wer legal in Österreich ist, der soll hier arbeiten und Steuern zahlen dürfen! Man muss nicht einmal ein Gutmensch sein, um das gut zu finden - es ist eine Sache der wirtschaftlichen und sozialpolitischen Vernunft. Da drüber müssen wir reden.

Monika Kircher

Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG

Die internationale Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts fordert ein zukunftsorientiertes Verständnis komplexer globaler Herausforderungen sowie weitsichtige Förderung von Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionskapazitäten in Österreich. AsylwerberInnen Zugang zum heimischen Arbeitsmarkt und zu Aus- und Weiterbildung, z.B. im Rahmen einer Lehre, zu ermöglichen, erhöht die Flexibilität, mit der Menschen auf aktuelle und zukünftige Anforderungen wirtschaftlicher Entwicklungen in Österreich reagieren können. Partizipation am sozialen und wirtschaftlichen Leben ist eine Bereicherung für den/die AsylwerberIn und die arbeitende Gesellschaft.

Franz Fischler

EU Kommissar von 1995 bis 2004

Ich bin gerne bereit, die Initiative für den Zugang zu Lehre und Arbeitsmarkt für Asylsuchende zu unterstützen, weil ich die bestehende Regelung für blanken Unsinn halte.

Copyright: Hannes Sallmutter

Hannes Swoboda

Vorsitzender der Fraktion der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE)

Ich unterstütze die "Machen wir uns stark"-Kampagne für den Zugang zu Lehre und Arbeitsmarkt für Asylsuchende.

Fotocredit: Suzy Stöckl

Othmar Karas

Vizepräsident des Europäischen Parlaments, ÖVP-Delegationsleiter

Gerne unterstütze ich die Initiative, damit eine politische Debatte angestoßen wird, um einen unbefriedigenden Zustand zu beenden. Der Zugang zu Lehre und Arbeitsmarkt für Asylsuchende ist eine Frage des Respekts vor der Würde des Menschen. Ohne Bildung, Ausbildung und Arbeit wird die Integration in jedem Land zum Problem. Die globalen Herausforderungen, die demografische Entwicklung sowie der Mangel an Wettbewerbsfähigkeit machen ebenfalls ein Umdenken notwendig.

Josef Ackerl

LHStv Oberösterreich, SPÖ

Ich unterstütze die "Machen wir uns stark"-Kampagne für den Zugang zu Lehre und Arbeitsmarkt für Asylsuchende.

Copyright: Michael Thurm

Erhard Busek

Ehemaliger Vizekanzler, ÖVP

Ich unterstütze die "Machen wir uns stark"-Kampagne für den Zugang zu Lehre und Arbeitsmarkt für Asylsuchende.

Copyright: Parlamentsdirektion/WILKE

Alev Korun

Nationalratsabgeordnete, Die Grünen

Stellen Sie sich vor, Sie DÜRFEN nichts lernen, keine Ausbildung machen, sich nicht beschäftigen. Und stellen Sie sich vor, dieser Zustand dauert drei oder vier Jahre. Oder noch viel länger. Wenn man sich das auch nur eine Minute lang vorstellt, wird einem klar, was das für die Betroffenen bedeutet. Dabei haben wir PolitikerInnen es in der Hand, diesen unhaltbaren Zustand, in dem sich Asylsuchende befinden, zu beenden. Daher habe ich im Parlament zuletzt 2009 einen Antrag gestellt, damit der Erlaß des ehemaligen Arbeitsministers Bartenstein zurückgenommen wird: damit Asylsuchende von einer Beschäftigung - und junge AsylwerberInnen von einer Berufsausbildung - nicht ausgeschlossen sind. Die Entscheidung liegt bei der Parlamentsmehrheit. Beenden wir die Perspektivlosigkeit, bauen wir auf Menschenwürde und Solidarität!

Peter Kaiser

SPÖ-Parteivorsitzender und Landeshauptmann-Stv. in Kärnten

Weil für mich als Sozialdemokrat alle Menschen, unabhängig von ihrer sozialen oder ethnischen Herkunft, in ihrer Würde gleich sind, und die Stärke einer solidarischen Gemeinschaft für mich darin besteht, Menschen, egal woher sie kommen, und die aus unterschiedlichen Gründen auf die Unterstützung anderer angewiesen sind, zu helfen, unterstütze ich die Kampagne von "Machen wir uns stark". Zu einer funktionierenden Integrationspolitik gehört für mich auch, dass wir den Integrationsprozess von zugewanderten Menschen unterstützen, indem wir ihnen den Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen. Davon profitieren wir letztlich alle.

Ulrike Lunacek

Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Die Grünen

Wer legal in Österreich lebt, muss auch legal hier arbeiten können. Die EU-Grundrechtecharta schreibt fest, dass jede Person nicht nur das Recht zu arbeiten und einen frei gewählten oder angenommenen Beruf auszuüben hat, sondern auch das Recht auf berufliche Aus- und Weiterbildung wird explizit eingefordert. Mit einem ministeriellen Erlass diese Grundrechte auszuhebeln und Asylsuchende jeden Alters in die Zukunfts- und Perspektivenlosigkeit zu schicken, ist ein politischer Sündenfall der Sonderklasse. Dieser auf die unseligen Zeiten der schwarz-blauen Koalition zurückgehende Erlass gehört von Sozialminister Hundstorfer und Innenministerin Mikl-Leitner umgehend aufgehoben. Auch weil Mädchen und Frauen davon besonders schwer betroffen sind, da sie diese von Amts wegen verordnete Abschottung noch mehr isoliert und abhängig macht. Deswegen mache auch ich mich stark für den Zugang zu Lehre und Arbeitsmarkt für Asylsuchende!

Michael Ritsch

Vorsitzender der Vorarlberger SPÖ

Ich unterstütze die Kampagne für den Zugang zu Lehre und Arbeitsmarkt für Asylsuchende. Eine sinnvolle Beschäftigung ist für jeden Menschen – egal welchen Alters – enorm wichtig. Ein Kind, das beispielsweise nicht spielen, bauen und entdecken darf, wird die Welt um sich nie wirklich begreifen können. Aber auch das Leben der Menschen, die bereits im Ruhestand sind, wird durch eine erfüllende Aufgabe wesentlich bereichert. Ich bin deshalb der Meinung, dass es besonders auch für junge Asylwerber möglich sein muss, etwas lernen zu dürfen. Dieses Gesetz, das diese ohnehin schon sehr benachteiligten Personen in ihrer Freiheit einschränkt, sollte dringend geändert werden. Denn wenn Asylwerber etwas lernen und selbst für ihren Unterhalt sorgen dürfen, ist nicht nur ihnen sondern allen geholfen. Schaffen wir eine bessere Perspektive für die Zukunft!

Fotocredit: Schedl

Hilde Hawlicek

Ehemalige Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Sport, SPÖ

Ich unterstütze die "Machen wir uns stark"-Kampagne für den Zugang zu Lehre und Arbeitsmarkt für Asylsuchende.

Copyright: Parlamentsdirektion/WILKE

Günther Kräuter

Nationalratsabgeordneter und Bundesgeschäftsführer der SPÖ

Wer verfolgt wird, egal ob aus politischen oder religiösen Gründen, ob aus einer Zugehörigkeit zu einer Ethnie, Nation oder einer sozialen Gruppe hat das Recht auf Asyl. Hierzu gehört für mich auch das Menschenrecht auf Arbeit und Bildung. Dies wäre ein erster Schritt zur Integration.

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